Sonja Alberti 3 Min. Lesezeit

Frage aus der Team-Fortbildung: Warum sind die kleinen Übergänge im Kita-Alltag so bedeutsam?

Kleine Übergänge gehören zum Kita-Alltag – und können für Kinder eine große Herausforderung sein. Erfahren Sie, warum sogenannte Mikro-Transitionen häufig zu Konflikten führen und wie pädagogische Fachkräfte sie sensibel und kindgerecht begleiten können.

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In einer Team-Fortbildung zur Überarbeitung der Kita-Konzeption haben wir besprochen, dass unter dem Kapitel „Übergänge“ nicht nur die Eingewöhnung, Umgewöhnungen innerhalb der Kita und der Übergang in die Schule von Bedeutung sind, sondern auch die kleinen Übergänge im Kita-Alltag. In der Fachspräche sprechen wir hier von Mikro-Transitionen.

Diese finden im Alltag für die Kinder dutzendfach statt und sind nicht selten Anlass für Konflikte und herausforderndes Verhalten von Kindern – zumindest dann, wenn sie nicht sensibel begleitet werden.

Manchmal werden Kinder aus intensiven Spiel- und Lernsituationen herausgerissen, weil jetzt gerade etwas anderes beginnen soll, zum Beispiel alle Kinder sollen in den Waschraum, zum Mittagessen oder nach draußen gehen. Oder es steht ein Projekt an, an dem einige Kinder teilnehmen sollen. Für Kinder sind die Zeitpunkte dieser Übergänge (es geht von einer Situation in die nächste) nicht immer vorhersehbar und wie gesagt, manchmal sind sie auch gerade mit etwas anderem Dringendem beschäftigt und möchten nicht damit aufhören.

Was für die Erwachsenen oft klar ist – auch weil sie sich an Uhren gut orientieren können – ist für Kinder im Tagesablauf nicht immer gut einschätzbar. Und wenn sie dann überrascht werden, kann das zu Verwirrungen und Irritationen und auch manchmal zu Ärger führen.

Es kann helfen den Kindern, diese Übergänge mehrfach anzukündigen. Also zum Beispiel 10 Minuten vorher, 5 Minuten vorher und 1 Minute vorher daran zu erinnern, dass gleich ein Übergang ansteht. Noch besser, als es verbal anzukündigen sind Methoden, die dies auch bildlich veranschaulichen. Zum Beispiel mit einer Sanduhr, die 15 Minuten läuft und an der ich (auch ohne eine Uhr) ablesen kann, wie lange es noch dauert. Es gibt auch große Stoppuhren, die eine eingestellte Zeit ablaufen. Oder es könnte ein Gong für solche Situationen eingeführt werden: er wird dreimal, zweimal und einmal geschlagen und dann ist die Zeit um.

Ich empfehle, dass Teams sich mit dem Thema auseinandersetzen, um das Bewusstsein für diese Übergangs-Situationen zu schärfen und sie dann auch sensibel begleiten zu können. Und dann sollte auch in der Konzeption beschrieben werden, wie genau mit den Übergängen im Alltag umgegangen wird. Damit wird auch Eltern transparent vermittelt, dass es dieses Thema gibt und wie es gehandhabt wird.

Bei Kita-Campus wird es bald einen Online-Kurs zum Thema geben – am besten immer mal wieder reinschauen oder gleich unseren Newsletter bestellen.

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